Mär 06

Viele Pferde neigen dazu, vor dem Sprung zu schwanken. Der Reiter kommt dann nicht korrekt zum Hindernis und oft genug fällt die Stange.

Auch in Stilspringen werden Pferde, die vor dem Sprung schwanken, so dass der Reiter keinen korrekten Absprungpunkt findet, selten platziert. Schwierig, denn Stilspringen sind ein wichtiger Bestandteil der Turniere in den unteren Leistungsklassen. Also gilt es, dass Schwanken abzustellen. Ein paar Tipps gibt es hier.

Die beste Abhilfe gegen ein schwankendes Pferd ist eine gute dressurmäßige Ausbildung. Ohne diese geht im Springen ohnehin gar nichts. Sie ist wichtig für jede Art des Pferdesports, somit auch fürs Springen.

Das Pferd muss in allen drei Grundgangarten auf die Hilfen des Reiters korrekt reagieren.

Und natürlich ist für das Anreiten auf den Sprung auch das Geraderichten von Bedeutung.

Lässt sich ein Pferd nicht gerade auf einen Sprung hin reiten, ist es klar, dass das Schwanken unvermeidlich ist.

Also muss zunächst einmal darauf geachtet werden, wie es um die dressurmäßige Ausbildung steht. Wenn hier alles in Ordnung ist, kann auch eine gewisse Schüchternheit und Unsicherheit des Pferdes beim Springen der Grund sein.

Es springt zwar, aber doch mit ziemlichem Respekt vor den Hindernissen.

Im letzten Moment fasst es dann doch so viel Vertrauen in seinen Reiter, dass das Überspringen des Hindernisses kein Problem ist. Auch guckige Pferde haben damit Probleme, gerade auf den Sprung zuzugehen.

Eine gute Lösung das Schwanken vor dem Sprung mit der Zeit zu beheben ist zunächst einmal Dressurarbeit, zum Zweiten viele Übungsreihen über Cavalettis.

Die kleinen Hindernisse lassen die Unsicherheit des Pferdes leichter verschwinden.

Es ist am besten, besonders bunte Stangen zu verwenden und auch die Cavalettis abwechslungsreich zu gestalten. Das kann zum Beispiel mit Planen usw. gestaltet werden.

Dadurch gewinnt das Pferd deutlich an Routine und verliert die Angst vorm Springen. Vertrauen wird durch immer unterschiedliche Situationen aufgebaut.

Um nicht zu Schwanken und gerade zu bleiben, dafür eignen sich Stangen, die vor dem Sprung eine Schneise bilden.

Sie führen das Pferd direkt zum Sprung und lassen es dabei gerade bleiben.

Am Anfang kann die Schneise etwa 2,5 Meter breit sein - zum Sprung hin wird sie enger.

Bei weiteren Trainingsreihen kann die Schneise dann von vornherein enger sein.

Bei besonders ängstlichen Pferden kann man die Schneise zunächst auch ohne Hindernis aufbauen. In allen Grundgangarten durchreiten - und nach einiger Zeit dann das Cavaletti oder den kleinen Sprung an das Ende der Schneise stellen.

Nachdem die Schneisen zuerst immer enger wurden, kann man sie dann mit der Zeit wieder weiter machen, bis die Stangen weggelassen werden.

Wichtig ist nun nur noch das Pferd gut an den Hilfen zu haben. Die Schenkel werden sozusagen zu den Stangen und führen das Pferd deutlich zum Sprung hin.

Wenn man einmal so weit gekommen ist, dann stehen die Chancen gut, dass das Schwanken vor dem Sprung ausbleibt.
Jedoch sollte man immer an die Dressurarbeit denken und das Pferd nicht vor dem Sprung allein lassen.

Mehr zum guten Springen und wie man Parcours bewältigt findet ihr hier:

http://www.p-wie-pferd.de/2007/12/11/schwierigkeiten-in-einem-springparcours/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/07/06/ausbildungsskala-des-pferdes/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/08/03/balance-auf-dem-pferderucken/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/08/01/die-verwahrende-schenkelhilfe/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/06/29/die-vorwartstreibende-schenkelhilfe/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/06/29/schenkelhilfen-des-reiters/

Mär 05

An was denkt man beim Begriff Dressurreiter? An die großen Namen natürlich wie Isabell Werth oder Nadine Capellmann… aber auch an das traditionelle Aussehen der Dressurreiter mit ihrem so spezifischen Frack. Dieses Kleidungsstück gehört ebenso zum Bild vom Dressurreiter hinzu wie der Zylinder.

Sie stehen dafür dass das Dressurreiten ein Traditionssport ist, ein Sport, der darauf beruht, wie die alten Rittmeister vor Jahrhunderten schon aussahen. Hier hat das Outfit der Dressurreiter seinen Ursprung. In den militärischen Gardeuniformen, die einst an den großen Königshöfen Europas getragen wurden.

Der Zylinder ist allerdings erst in den höheren Klassen erlaubt. Untere Leistungsklassen bis L haben Kappenpflicht, was auch sehr sinnvoll ist. Außerdem ist auch bei Bundeschampionaten der jungen Pferde die Reitkappe vorgeschrieben.

Für die höheren Leistungsklassen bevorzugen die Reiter dann eine Melone oder eben den Zylinder.

In den unteren Leistungsklassen wird auch kein Frack getragen. Ein normales dunkles Reitjackett ist stattdessen vorgeschrieben. Ebenso eine weiße Bluse und weiße Reithose sowie hohe Reitstiefel.

Für die ersten Prüfungen reicht es also, sowohl für Materialprüfungen als auch Dressur und Springen eine Grundausstattung zu besorgen.
Das ist auch gut so, denn viele Kinder und Erwachsene entscheiden sich erst nach ein wenig “Schnuppern” dafür, welchen Sport sie denn nun am liebsten auf Wettkampfniveau betreiben möchten. Fürs Reitabzeichen braucht man ohnehin sowohl Springen als auch Dressur.

Doch nun zum Outfit für den fortgeschrittenen Dressurreiter. Dieses beginnt mit Reitstiefeln, die zum Wettkampf immer glänzen müssen. Auch sollten sie nicht schon etwas knittrig oder alt sein. Was bei Springreitern nämlich manchmal einfach ein besseres Gefühl im Sattel gibt, das ist in der Dressur gegen den Kodex. Hier zählt perfektes Aussehen.

Das gilt natürlich auch für die weißen Hosen, die anliegen und nicht zu viele Falten werfen sollen.

Übrigens sind auch Sporen für die höheren Klassen in der Dressur vorgeschrieben. Diese dienen ja nicht irgendeiner Bestrafung, sondern sind wichtig, um dem Pferd die richtigen Signale zu geben. Die Lektionen in den höchsten Klassen in dieser Präzision auch ohne Sporen nicht wirklich möglich.

Außerdem trägt der Dressurreiter ein weißes Hemd oder eine weiße Bluse, die mit einer Krawatte oder dem typischen Plastron geschmückt sind. Das Plastron, welches Frauen tragen, ist ein kunstvoll gestecktes, weißes Tuch. Sowohl Krawatte als auch Plastron werden mit einer Nadel festgesteckt. Es gibt dabei Motive von Pferden bis zu Gerten und Hufeisen.

Auch die weißen Handschuhe sind vorgeschrieben. Sie können aus Leder oder (Baum)-Wolle sein, müssen aber die Farbe Weiß haben.

Für den Frack gilt, dass er schwarz oder dunkelblau sein muss. Er ist mit einer doppelten Knopfleiste geschmückt und hat in den beiden Schößen etwas Blei eingearbeitet, damit sie nicht so hoch fliegen.

Die meisten Reiter tragen am Frack auch ihr Reitabzeichen und was sie sonst noch an Auszeichnungen erhielten.

Dazu kommt noch der Zylinder in Schwarz - und fertig ist der Dressurreiter könnte man sagen.

Auf jeden Fall ist diese Bekleidung für denjenigen nötig, der sich im großen Sport beweisen möchte.

Wetere Blogs zum Thema:

http://www.p-wie-pferd.de/2007/11/23/ausrustung-des-reiters/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/08/17/lederreitstiefel-tipps-zum-kauf-von-reitstiefeln/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/06/05/checkliste-furs-turnier-an-was-muss-ich-alles-denken/