Mai 09

Es ist das erste unter den Reitabzeichen, das als echter Leistungsnachweis gilt. U das Bronzene Reitabzeichen zu erhalten, muss der junge Reiter schon einiges können. Es gilt als DER Einstieg in den Pferdesport.

Jeder Reitstall oder -verein, der die Genehmigung der Landeskommission oder des Landesverbandes hat, darf das Bronzene Reitabzeichen bei seinen Reitschülern abnehmen.

Jeder Reiter darf beim Bronzenen Reitabzeichen mit zwei verschiedenen Pferden starten. Ein Pferd darf wie beim Kleinen Reitabzeichen von zwei Reitern vorgestellt werden. Abgenommen wird die Prüfung von zwei Richtern, welche die Landeskommission oder der -verband bestimmt.

Das Reitabzeichen in Bronze ist auch unter dem Namen DRA III bekannt. Drei Monate nach dem Kleinen Reitabzeichen kann sich der Reitschüler bereits anmelden und auch dieses Abzeichen erhalten.

Auch beim Reitabzeichen in Bronze sind die drei Teile Dressur, Springen und Theorie obligatorisch. Die Zusatzprüfung für das Gelände gibt es auch hier. Der Reitschüler kann sich also im Grunde aussuchen, wann er eine Geländeprüfung absolvieren möchte. Allerdings wachsen auch hier die Aufgaben mit der Qualität des Abzeichens.

Wieder muss jede Teilprüfung mit mindestens 5,0 bestanden werden.

Die Dressur- und Springprüfung sind diesmal auf A-Niveau. Es wird vorausgesetzt, dass der Prüfling sich auch innerhalb von drei Monaten sicher auf diesem Niveau bewegen kann.

Die Dressurprüfung irr nun einzeln geritten. Die Springprüfung ist erneut ein Stilspringen, bei dem Sitz und die richtige Einwirkung auf das Pferd wichtiger ist als ein fehlerfreier Parcours.

In der Theorie geht es größtenteils wieder um die Themen des Basispass Pferdekunde. Dazu kommen nun allerdings auch Fragen zur Leistungsprüfungsordnung, zur Veterinärkunde und der Pferdekunde. Über all das kann der Reitschüler sich in zahlreichen Prüfungslehrbüchern informieren.

Auch sollte man sich die LPO (Leistungsprüfungsordnung) besorgen, um genau zu wissen, was wo steht.

Nach der erfolgreichen Absolvierung des Reitabzeichens in Bronze kann der Reitschüler fortan in der Leistungsklasse 5 starten. Er darf damit in der Klasse A und L in Dressur-, Spring- und Vielseitigkeits-/Geländeprüfungen reiten.

Auch für das Erhalten des Trainer-C-Scheins und somit für die eigene Ausbildung von Reitern ist das Bronzene Reitabzeichen notwendig.

Und natürlich ist es das “Eingangstor” zum Reitabzeichen in Silber und in Gold - der Königsklasse.

Mehr zu den Reitabzeichen:

http://www.reitschueler.de/das-kleine-und-grose-hufeisen-abzeichen-fur-reitanfanger/

http://www.reitschueler.de/der-basispass-pferdekunde-grundlage-des-reiterlebens/

http://www.reitr.de/sicher-ausreiten/

http://www.rsv-gerolstein.de/?p=170

http://blog.brennerkaten.de/category/sonstiges/

http://www.reiterfolg.de/das-kleine-reitabzeichen-einstieg-in-den-turniersport/

 

Mai 09
Das erste Reitabzeichen, dass ein Reitschüler nach dem Kleinen oder Großen Hufeisen ablegt, ist das Kleine Reitabzeichen.

Es ist unbedingt notwendig, wenn der Reitschüler auch auf Turnieren starten möchte. Denn ohne Reitabzeichen erhält er automatisch die Einstufung 0. Das heißt natürlich nicht dass er eine Null im Reiten ist, aber für den Turniersport braucht es eben Leistungsnachweise.

Ein Reiter ohne jeden Leistungsnachweis darf in Führzügelklassen, Reiter-, Dressurreiter- und Springreiterwettbewerben teilnehmen. Diese Klassen müssen explizit in der Nennung so vermerkt sein.

Dazu kommen E-Springen und E-Dressuren.

Das Kleine Reitabzeichen darf von jedem Reitverein oder einem Ausbildungsstall durchgeführt werden, der dafür die Genehmigung der Landeskommission oder des Landesverbandes hat. So ist es auch mit allen anderen Reitabzeichen der Fall.

Jeder Reiter darf für das Kleine Reitabzeichen zwei Pferde nennen, eines für die Dressur, eines fürs Springen. Das ist oft nötig, da auch Reitschulpferde häufig ausgesprochene Begabung für eine Disziplin haben.

Ein Pferd darf beim Kleinen Hufeisen übrigens von maximal zwei Reitern geritten werden.

Mit dem Kleinen Reitabzeichen springt der Reitschüler innerhalb weniger Stunden von der Leistungsklasse 0 in die Leistungsklasse 6. So schnell kann es gehen…

Mit dem im Behördendeutsch DRA IV genannten Abzeichen darf der Reitschüler dann ab sofort in Springen und Dressur der Klasse A starten. Ein gewaltiger Schritt nach vorne in der Turnierkarriere.

Für die erfolgreiche Absolvierung des Kleinen Reitabzeichens muss der Reiter jede Teilprüfung mit mindestens 5,0 als Wertnote bestehen.

Teil eins vom Abzeichen ist die Dressur. Hier reitet man eine Aufgabe der Kategorie E. Der Richter sagt die einzelnen Lektionen an, der Reiter reitet diese alleine oder (meistens) in der Gruppe nach.

Viele Reiter absolvieren diese Dressur mit Hilfszügeln, da sie mit Ausnahme von Schlaufen erlaubt sind. Also ist ein Martingal oder Stoßzügel keinerlei Problem. Über diese Regelung wird war immer wieder gestritten, für viele Reitschüler ist es allerdings ein großer Vorteil, um das Pferd trotz Nervosität beiderseits am Zügel zu halten.

Teil zwei beim kleinen Reitabzeichen ist ein Stilspringen der Klasse E, bei dem der Richter vor allem die Einwirkung und den Sitz des Reiters bewertet.

Abwürfe dürfen gemacht werden, es zählt allein die gute Reitweise.

Der zweite Sturz und die dritte Verweigerung führen zum Ausschluss.

Teil drei ist die Theorie. Diese ist fast identisch der des Basispass Pferdekunde, allerdings mit zusätzlichen Fragen zum Reiten in der Klasse E und dem sicheren Reiten im Gelände.

Einen Geländeteil kann der Reitschüler für das Kleine Reitabzeichen übrigens noch zusätzlich wählen.

Dafür gibt es dann das “Kleine Reitabzeichen mit Sonderauszeichnung”. Viele nutzen dieses Angebot, um ihre Geländesicherheit unter Beweis zu stellen.

Wenn eine Teilprüfung nicht bestanden wird, müssen alle drei wiederholt werden. Dies geht frühestens nach drei Monaten wieder.

Mehr zum Kleinen Reitabzeichen und Reitabzeichen allgemein:

http://www.rsv-gerolstein.de/?p=170

http://schweinchenparadies.forumieren.de/stallgasse-f58/reitabzeichen-t2244.htm

http://www.last-samuraj.de/html/reitab_1.HTM

http://www.reitschueler.de/der-basispass-pferdekunde-grundlage-des-reiterlebens/

http://www.reitschueler.de/das-kleine-und-grose-hufeisen-abzeichen-fur-reitanfanger/

http://www.reitr.de/sicher-ausreiten/

 

Mai 03

DECKHENGST UND EHEMALIGER SPITZENSPORTLER JUST DO IT AUF DER WEIDE

Es gibt, um ein Pferd, seinen Körper und seinen Geist gesund zu erhalten, nichts besseres als täglichen Weidegang. Eine Zeit, die das Pferd für sich hat, um das zu tun, was die Tiere seit Jahrtausenden tun. Zusammen laufen, sich wälzen, toben und in Gemeinschaft zusammen zu sein.

Leider wird für viele Sportpferde dieser Weidegang immer wieder gestrichen. Das Verletzungsrisiko auf der Weide sei viel zu groß. Doch das stimmt nicht.

Vielmehr kann das tägliche Training bei weitem nicht so viel zum Aufbau von Muskeln und Knochen tun wie der Weidegang. Nur durch Training bekommt man sein Pferd nicht fit - denn Pferde bewegen sich natürlicherweise 15 bis 18 Stunden in entspanntem Schritt. Das wird zwar für die meisten in der Box gehaltenen Hauspferde ohnehin nicht möglich sein. Doch immerhin ein paar Stunden Bewegung sind besser als nichts.

Außerdem kann kein Reiter im Parcours oder Dressurviereck etwas mit einem Pferd anfangen, dass in seinem Innenleben nicht ausgeglichen ist - und das gelingt am besten durch entspannenden Weidegang.

“Meine Pferde kommen auf die Weide. Sie sind dann einfach ausgeglichener und glücklicher”, betont auch Weltcup-Siegerin Meredith Michaels-Beerbaum. Und erst jüngst auch, dass Superstar und Spitzenpferd Shutterfly sich am Wohlsten fühlt, wenn er auf der Weide “Urlaub” machen darf.

Das Pferd - auch das Sportpferd - ist ein Herden- und Fluchttier, das Bewegung braucht. Viele Sportreiter denken, dass ein Pferd auf der Weide stark zunehmen wird und damit nicht mehr athletisch genug ist. Doch so fett sind nur wenige Weiden. Beim Auslauf auf einer genügend großen Weide wird kein Pferd zu dick.

Zum Thema Verletzungen ist folgendes zu sagen: Natürlich kann sich ein Pferd auf der Weide verletzen, aber das kann beim Training und im Parcours oder Viereck ebenso passieren.

Wirksamer Schutz sind Bandagen, bzw. Gamaschen, die auch beim Weidegang angelegt werden. So verfahren viele Profisportler - und gönnen ihren Vierbeinern den Weidegang.

Wenn vor einem Turnier gemeinsamer Weidegang für die Pferde zu unsicher wäre (denn unter Pferden entstehen nun mal auch kleine Reibereien und daraus resultierende Verletzungen), dann sollte man seinem Sportpartner zumindest den Paddock- oder Weidegang mit einem oder mehreren Pferden auf der angrenzenden Weide gönnen. Auch so können Sozialkontakte gepflegt werden.

Was aber immer unheimlich wichtig ist, wenn zwei Pferde neu zusammen auf die Weide kommen - vor allem “weideunerfahrene” Sportpferde - das ist, eine langsame Gewöhnung aneinander.

Zunächst in angrenzenden Boxen, dann in angrenzenden Paddocks und Weiden und schließlich - wenn beide sich verstehen, auf einer gemeinsamen Weide.

Warum der Weidegang aus gesundheitlichen Aspekten so gesund ist, darauf gehe ich im nächsten Blog noch genauer ein.

In folgenden Blogs gibt es mehr zum Thema Weidgang:

http://kostenlosebilder.wordpress.com/2008/05/08/pferde/

http://pferdemagazin.blogspot.com/2008/05/umfangreiche-datenbank-der-fr-pferde.html

http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/04/14/ein-neues-pferd-kommt-in-die-herde/

http://www.stallgespraech.de/die-richtige-pferdeweide/

Apr 26

Mär 06

Viele Pferde neigen dazu, vor dem Sprung zu schwanken. Der Reiter kommt dann nicht korrekt zum Hindernis und oft genug fällt die Stange.

Auch in Stilspringen werden Pferde, die vor dem Sprung schwanken, so dass der Reiter keinen korrekten Absprungpunkt findet, selten platziert. Schwierig, denn Stilspringen sind ein wichtiger Bestandteil der Turniere in den unteren Leistungsklassen. Also gilt es, dass Schwanken abzustellen. Ein paar Tipps gibt es hier.

Die beste Abhilfe gegen ein schwankendes Pferd ist eine gute dressurmäßige Ausbildung. Ohne diese geht im Springen ohnehin gar nichts. Sie ist wichtig für jede Art des Pferdesports, somit auch fürs Springen.

Das Pferd muss in allen drei Grundgangarten auf die Hilfen des Reiters korrekt reagieren.

Und natürlich ist für das Anreiten auf den Sprung auch das Geraderichten von Bedeutung.

Lässt sich ein Pferd nicht gerade auf einen Sprung hin reiten, ist es klar, dass das Schwanken unvermeidlich ist.

Also muss zunächst einmal darauf geachtet werden, wie es um die dressurmäßige Ausbildung steht. Wenn hier alles in Ordnung ist, kann auch eine gewisse Schüchternheit und Unsicherheit des Pferdes beim Springen der Grund sein.

Es springt zwar, aber doch mit ziemlichem Respekt vor den Hindernissen.

Im letzten Moment fasst es dann doch so viel Vertrauen in seinen Reiter, dass das Überspringen des Hindernisses kein Problem ist. Auch guckige Pferde haben damit Probleme, gerade auf den Sprung zuzugehen.

Eine gute Lösung das Schwanken vor dem Sprung mit der Zeit zu beheben ist zunächst einmal Dressurarbeit, zum Zweiten viele Übungsreihen über Cavalettis.

Die kleinen Hindernisse lassen die Unsicherheit des Pferdes leichter verschwinden.

Es ist am besten, besonders bunte Stangen zu verwenden und auch die Cavalettis abwechslungsreich zu gestalten. Das kann zum Beispiel mit Planen usw. gestaltet werden.

Dadurch gewinnt das Pferd deutlich an Routine und verliert die Angst vorm Springen. Vertrauen wird durch immer unterschiedliche Situationen aufgebaut.

Um nicht zu Schwanken und gerade zu bleiben, dafür eignen sich Stangen, die vor dem Sprung eine Schneise bilden.

Sie führen das Pferd direkt zum Sprung und lassen es dabei gerade bleiben.

Am Anfang kann die Schneise etwa 2,5 Meter breit sein - zum Sprung hin wird sie enger.

Bei weiteren Trainingsreihen kann die Schneise dann von vornherein enger sein.

Bei besonders ängstlichen Pferden kann man die Schneise zunächst auch ohne Hindernis aufbauen. In allen Grundgangarten durchreiten - und nach einiger Zeit dann das Cavaletti oder den kleinen Sprung an das Ende der Schneise stellen.

Nachdem die Schneisen zuerst immer enger wurden, kann man sie dann mit der Zeit wieder weiter machen, bis die Stangen weggelassen werden.

Wichtig ist nun nur noch das Pferd gut an den Hilfen zu haben. Die Schenkel werden sozusagen zu den Stangen und führen das Pferd deutlich zum Sprung hin.

Wenn man einmal so weit gekommen ist, dann stehen die Chancen gut, dass das Schwanken vor dem Sprung ausbleibt.
Jedoch sollte man immer an die Dressurarbeit denken und das Pferd nicht vor dem Sprung allein lassen.

Mehr zum guten Springen und wie man Parcours bewältigt findet ihr hier:

http://www.p-wie-pferd.de/2007/12/11/schwierigkeiten-in-einem-springparcours/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/07/06/ausbildungsskala-des-pferdes/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/08/03/balance-auf-dem-pferderucken/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/08/01/die-verwahrende-schenkelhilfe/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/06/29/die-vorwartstreibende-schenkelhilfe/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/06/29/schenkelhilfen-des-reiters/

Mär 05

An was denkt man beim Begriff Dressurreiter? An die großen Namen natürlich wie Isabell Werth oder Nadine Capellmann… aber auch an das traditionelle Aussehen der Dressurreiter mit ihrem so spezifischen Frack. Dieses Kleidungsstück gehört ebenso zum Bild vom Dressurreiter hinzu wie der Zylinder.

Sie stehen dafür dass das Dressurreiten ein Traditionssport ist, ein Sport, der darauf beruht, wie die alten Rittmeister vor Jahrhunderten schon aussahen. Hier hat das Outfit der Dressurreiter seinen Ursprung. In den militärischen Gardeuniformen, die einst an den großen Königshöfen Europas getragen wurden.

Der Zylinder ist allerdings erst in den höheren Klassen erlaubt. Untere Leistungsklassen bis L haben Kappenpflicht, was auch sehr sinnvoll ist. Außerdem ist auch bei Bundeschampionaten der jungen Pferde die Reitkappe vorgeschrieben.

Für die höheren Leistungsklassen bevorzugen die Reiter dann eine Melone oder eben den Zylinder.

In den unteren Leistungsklassen wird auch kein Frack getragen. Ein normales dunkles Reitjackett ist stattdessen vorgeschrieben. Ebenso eine weiße Bluse und weiße Reithose sowie hohe Reitstiefel.

Für die ersten Prüfungen reicht es also, sowohl für Materialprüfungen als auch Dressur und Springen eine Grundausstattung zu besorgen.
Das ist auch gut so, denn viele Kinder und Erwachsene entscheiden sich erst nach ein wenig “Schnuppern” dafür, welchen Sport sie denn nun am liebsten auf Wettkampfniveau betreiben möchten. Fürs Reitabzeichen braucht man ohnehin sowohl Springen als auch Dressur.

Doch nun zum Outfit für den fortgeschrittenen Dressurreiter. Dieses beginnt mit Reitstiefeln, die zum Wettkampf immer glänzen müssen. Auch sollten sie nicht schon etwas knittrig oder alt sein. Was bei Springreitern nämlich manchmal einfach ein besseres Gefühl im Sattel gibt, das ist in der Dressur gegen den Kodex. Hier zählt perfektes Aussehen.

Das gilt natürlich auch für die weißen Hosen, die anliegen und nicht zu viele Falten werfen sollen.

Übrigens sind auch Sporen für die höheren Klassen in der Dressur vorgeschrieben. Diese dienen ja nicht irgendeiner Bestrafung, sondern sind wichtig, um dem Pferd die richtigen Signale zu geben. Die Lektionen in den höchsten Klassen in dieser Präzision auch ohne Sporen nicht wirklich möglich.

Außerdem trägt der Dressurreiter ein weißes Hemd oder eine weiße Bluse, die mit einer Krawatte oder dem typischen Plastron geschmückt sind. Das Plastron, welches Frauen tragen, ist ein kunstvoll gestecktes, weißes Tuch. Sowohl Krawatte als auch Plastron werden mit einer Nadel festgesteckt. Es gibt dabei Motive von Pferden bis zu Gerten und Hufeisen.

Auch die weißen Handschuhe sind vorgeschrieben. Sie können aus Leder oder (Baum)-Wolle sein, müssen aber die Farbe Weiß haben.

Für den Frack gilt, dass er schwarz oder dunkelblau sein muss. Er ist mit einer doppelten Knopfleiste geschmückt und hat in den beiden Schößen etwas Blei eingearbeitet, damit sie nicht so hoch fliegen.

Die meisten Reiter tragen am Frack auch ihr Reitabzeichen und was sie sonst noch an Auszeichnungen erhielten.

Dazu kommt noch der Zylinder in Schwarz - und fertig ist der Dressurreiter könnte man sagen.

Auf jeden Fall ist diese Bekleidung für denjenigen nötig, der sich im großen Sport beweisen möchte.

Wetere Blogs zum Thema:

http://www.p-wie-pferd.de/2007/11/23/ausrustung-des-reiters/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/08/17/lederreitstiefel-tipps-zum-kauf-von-reitstiefeln/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/06/05/checkliste-furs-turnier-an-was-muss-ich-alles-denken/

Feb 08

Eine kleine Serie über die Turnierbekleidung für die verschiedenen Reitsportdisziplinen beginnt hier. Für jede Sportart beim Reiten hat sich über die Jahre hinweg ein bestimmter Dresscode entwickelt. Dieser findet zwar - vor allem beim Springreiten durch Jacketts in den verschiedensten Farben - immer mehr Auflockerung, aber gewisse Richtlinien müssen von jedem Reiter eingehalten werden.

Hier also ein Überblick über die Ausrüstung für das Springreiten.

Das wichtigste zuerst: Der Reithelm! Ohne ihn darf nicht gesprungen werden. Auch auf dem Abreiteplatz ist er Pflicht, denn auch hier können bei den Probesprüngen ohne Helm schlimme Unfälle passieren.

Also wird am besten einer der sehr guten Sicherheitshelme von Firmen wie GPA oder Casco benötigt, damit bei einem Sturz dem Kopf auch wirklich nichts passieren kann. Wichtig ist ein Nackenschutz am Helm und eine Schale aus Carbon und ähnlichen Materialien.

Weiter geht es mit dem Reitrock. Das Sakko war früher bei Männern traditionell rot, bei Frauen schwarz. Diese Regelung gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr. An Farben ist alles erlaubt. Am besten wählt man jedoch eine leicht dezente Farbe. Rot trägt fast nur noch die deutsche Springreit-Nationalmannschaft bei ihren Nationenpreis-Einsätzen.

Unter dem Sakko tragen Springreiter ein weißes Hemd oder Bluse. Männer tragen dazu eine weiße Krawatte.

Die Stiefel beim Springen sind nicht so hoch gezogen wie bei der Dressur. Einst waren Stulpenstiefel in den hohen Leistungsklassen des Springreitens Pflicht. Heute findet man sie nur noch bei manchen Reitern. Andere bevorzugen die normalen Reitstiefel mit rückwärtigem Reißverschluss für den schnellen Einstieg.

Sporen werden von den meisten Springreitern verwendet, müssen aber nicht sein.

Dasselbe gilt für die Gerte - ob mit oder ohne muss jeder Reiter selbst wissen. Allerdings wird immer eine recht kurze Springgerte benutzt, die an der Schulter des Pferdes, nicht hinter dem Sattel wie bei der Dressur, liegt.

Ob man als Springreiter Reithandschuhe trägt oder nicht, ist ebenfalls Ermessenssache. Viele Reiter meinen, dass sie ohne Handschuhe die Zügel besser in der Hand fühlen und halten können, somit mehr Kontakt zum Pferd haben.
Andere Reiter tragen dagegen immer Handschuhe, da die Zügel doch sehr in bloßen Händen reiben und Abnutzungen bis hin zu Schwielen verursachen können. Wie in anderen Reitsportdisziplinen auch trägt man beim Springreiten die klassischen Reithandschuhe (etwa von Roeckl), die einen optimalen Tragekomfort und Kunstfasermaterial bieten. Manchmal werden auch noch Lederhandschuhe getragen.

So gerüstet kann eigentlich nichts mehr schief gehen: Das Outfit für den Turnierstart ist zumindest perfekt.

Mehr Infos zum Thema:
http://www.p-wie-pferd.de/2009/01/27/felix-buhler-reithelm-mit-neuartigem-luftungskonzept/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/11/23/ausrustung-des-reiters/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/08/17/lederreitstiefel-tipps-zum-kauf-von-reitstiefeln/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/07/05/reitkappe-sicheres-reiten-mit-helm/

Jan 18

Zunächst ist es einmal ganz wichtig, zu wissen, wie ein Sprung überhaupt abläuft bevor man versucht, selbst zu springen.

Der leichte Sitz verändert sich nämlich mit den Sprungphasen des Pferdes.

Unterschieden wird beim leichten Sitz zwischen der Anreitphase, der Schwebephase und der Landephase.

In der Anreitphase muss man vor allem darauf achten, dass man nicht zu unruhig im Sattel sitzt, denn dadurch kann das Pferd verwirrt werden und wird dann nicht mehr springen. Also immer ruhig sein und die Nervosität nicht auf das Pferd übertragen.

Auch der leichte Sitz sollte beim Anreiten noch ruhig sein. Der Oberkörper neigt sich nur leicht nach vorne, das Gesäß hat noch Kontakt zum Sattel.

So kann der Reiter besser treiben und allgemein auf das Pferd einwirken und hat mehr Kontrolle.

Beim Absprung, also zu Beginn der Flug- oder Schwebephase kommt es darauf an, dass der Reiter sich nun blitzschnell auf die Knie und die Absätze stützt und das Gesäß aus dem Sattel hebt. Auch der Oberkörper neigt sich aus der Hüfte weiter nach vorne.

Dann folgt die Landephase: Der Oberkörper des Reiters richtet sich wieder auf. Die Vorderbeine des Pferdes müssen zeitweilig nun alle einwirkende Kraft aushalten. Deshalb sollte es möglichst viel Freiraum haben.

Der Oberkörper des Reiters geht also in allen Phasen mit der Bewegung des Pferdes mit. Die Beine des Reiters sollten dagegen am besten immer möglichst nah am Sattelgurt liegen und sich dabei möglichst wenig bewegen. Also, nicht herum hampeln, sondern immer ruhig halten.

Nur so ist es möglich, auch beim Springen weiter zu treiben. Auch wenn man bei

einigen Profireitern anderes sieht und dies anscheinend auch klappt - als Anfänger sollte man immer versuchen, diese vorbildliche Beinhaltung einzunehmen.

Auch ist es wichtig, beim Sprung die Hand immer ruhig am Zügel zu haben. Immer eine Verbindung zum Pferdemaul aufrecht zu erhalten.

Also kein Zerren am Zügel, aber auch kein Wegwerfen. Immer auch mit den Händen auf die Bewegung des Pferdes achten und mit dieser mitgehen.

Das ist ohnehin das wichtigste beim Springen. Immer darauf zu achten, was das Pferd macht. Es so wenig wie möglich zu stören und sich ihm anzupassen.
Es gibt Pferde, bei denen man natürlich deutlicher einwirken muss, und andere machen es einem sehr leicht.
Aber egal, um welche Art Pferd es sich handelt, immer geht es beim Springen darum, Freiheit zur Entfaltung des Pferdes zu gewähren, aber in einem Rahmen, in dem man auch als Reiter die Kontrolle behält.

Blogs zum Thema Springen:

http://www.reiterfolg.de/der-leichte-sitz-grundlage-allen-springreitens/

http://www.reiterfolg.de/leichter-sitz-und-so-geht%e2%80%99s/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/12/11/schwierigkeiten-in-einem-springparcours/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/10/30/einen-wassergraben-richtig-springen/

http://www.p-wie-pferd.de/2007/06/27/die-kombinationen-im-springparcours-die-zweifache-kombination/

Jan 18

Mit ein paar Dingen, die es zu beachten gilt, ist auch der leichte Sitz nichts Schwieriges. Hier ein paar Infos, wie es funktioniert.

 

Ein anderer Name für den Springsitz ist auch “Remontensitz”. Remonten ist ein anderer Name für junge Pferde, und da der leichte Sitz die Pferde am wenigsten belastet, ist diese Art des Reiten nach den Remonten benannt. Auch der Begriff “Entlastungssitz” ist durchaus gebräuchlich.

Gemeint ist jedoch immer dasselbe.

Beim leichten Sitz kommt es bei vielen verschiedenen Körperteilen des Reiters darauf an, sie in die richtige Lage zu bringen und einzusetzen.

Beginnen kann man gleich mal beim Gesäß - schließlich geht es um den Sitz!
Das Gesäß hat beim Springen zeitweilig noch Kontakt mit dem Sattel, zeitweilig hebt es sich - über dem Sprung oder auch bei Rennpferden im Jagdgalopp komplett aus dem Sattel, hat somit keinen Kontakt mehr.

Der Oberkörper wird aus der Hüfte heraus leicht nach vorne gebeugt werden. Allerdings sollte der Reiter dabei darauf achten, dass er nicht zu weit nach vorne

kippt. Bei sehr hohen Sprüngen kommt der Oberkörper allerdings recht weit nach vorne.

Der Kopf wird immer geradeaus gerichtet. Immer durch die Ohren schauen, nicht auf der Seite nach unten, wie man es oft sieht.

Die Hände liegen tiefer als im normalen Dressursitz - was aus der Bewegung ja auch ganz natürlich ist. Rechts und links vom Widerrist des Pferdes ist die richtige Position.

Beim Sprung schiebt der Reiter die Hände nach vorne in Richtung Pferdemaul und gibt damit den Kopf des Pferdes frei.

Die Arme werden ähnlich wie beim Dressursitz gehalten. Unterarm und Zügel bilden eine Linie mit dem Pferdemaul, wie es auch in der klassischen Dressur der Fall ist.

Oberarm und Ellenbogen sind etwas weiter weg vom Pferd.

Besonders kommt es beim leichten Sitz und ganz speziell beim Springen au den so genannten Knieschluss an. Es soll hilfreich sein, sich einfach vorzustellen, dass man nicht im Sattel sitzt, sondern kniet. Die Knie drückt man auf jeden Fall fest in den Sattel, damit sie mehr Gewicht tragen.

Die Waden sollten - anders als man es bei vielen Springreitern immer wieder sieht - gerade und fest am Pferd liegen.

Der Fuß steckt etwas weiter im Steigbügel. Die Bügel werden zwei bis fünf Loch kürzer gemacht.

Das waren in Kürze die Grundlagen des leichten Sitzes. Klingt zunächst relativ kompliziert, aber man muss einfach üben und probieren wie immer beim Reiten.

Nach dem ersten Sprüngen ist der leichte Sitz schon ein ganz normales Gefühl.

Die meisten Reiter haben nach den ersten Ritten im leichten Sitz einen Muskelkater - doch das ist natürlich. Es werden ganz andere Muskelpartien als beim “normalen” Reiten übermäßig belastet. Auch hier ist etwas Gewöhnung nötig.

Weiteres zum Thema Leichter Sitz:

http://www.reiterfolg.de/der-leichte-sitz-grundlage-allen-springreitens/

http://schulpferde.blogspot.com/2008/11/neuerungen-2009.html

http://tovero.de/lexikon/l/Leichter%20Sitz/

Jan 18

Um Springen zu lernen, ist zunächst das Einüben des leichten Sitz nötig.

Dieser unterscheidet sich zunächst einmal grundlegend von dem Sitz, der während der ersten Wochen in der Reitschule eingeübt wurde, um Schritt, Trab und Galopp sicher zu beherrschen.

Mit dem leichten Sitz lernt der Reitschüler etwas ganz anderes, das aber zum Springen notwendig ist - auch wenn es den leichten Sitz noch gar nicht so lange gibt.

Die Geschichte des leichten Sitz ist recht interessant:

Erfunden hat ihn der Italiener Federico Caprilli nämlich erst Ende des 19. Jahrhunderts. Doch es dauerte sogar dann noch einige Zeit, bis es Sitte wurde, im leichten Sitz zuspringen.

Zuvor hatten die Reiter sich nach hinten gelehnt und so versucht, den Sprung auszusitzen. Eine Taktik, die dem Pferd nicht zuletzt Schmerzen im Maul bereiten konnte, da der Reiter sich fast immer auch noch am Zügel festhielt oder diesen zumindest nach hinten zog.

Caprilli bezeichnete diesen Sitz damals als “unbequem und nicht pferdefreundlich”.

Er machte deutlich, wie sehr das Pferd mit diesem Sitz im Sprung behindert wird.

Die meisten Reiter gaben dem Pferd überhaupt keine Kopffreiheit. Außerdem konnte das Pferd auch keinerlei Bascule entwickeln. Die heute so typische Rückenwölbung kann sich nur entwickeln, wenn das Pferd auch die Möglichkeit hat, sich im Sprung zu strecken und selbst zu entwickeln.
Caprillis leichter Sitz war zwar noch nicht zu erbleichen mit dem leichten Sitz heutiger Zeit - er hatte seinen Oberkörper zunächst noch gerade - aber er hob sein

Gesäß aus dem Sattel - und sorgte für die Revolution.

Damals wurde Caprilli von ast allen Rittmeistern belächelt.

Aber seine Praxis war durchaus deutlich pferdefreundlicher als die Reiterei der anderen.

Caprilli warf seine Hände nach vorne, gab dem Pferdekopf damit Zügelfreiheit. Und versuchte, sich mit seinem speziellen Sitz so leicht wie möglich zu machen - so dass das Pferd eher an Freispringen erinnert würde.

 

Caprilli hatte mit dieser Art zu springen Anfang des 20. Jahrhunderts immer wieder große Erfolge. Dadurch rief er auch “Nachahmer” - und schließlich gab es nach einigen Jahren kaum noch jemanden, der in dem einst so geliebten “alten Stil” ritt.

“Nach Caprilli” zu reiten war schon bald gängige Praxis.

Die Kavallerieschule Hannover perfektionierte die Technik während des 20. Jahrhunderts noch weiter.
Dieser leichte Sitz kam der heutigen vorm übrigens schon sehr nahe.
Wer den leichten Sitz zu üben beginnt, und vielleicht zunächst ein paar Schwierigkeiten mit der Balance usw. hat, der sollte immer daran denken, wie sehr er dem Pferd damit das Springen erleichtert. Mit dem alten Sitz wären S- Springprüfungen im heutigen Stil überhaupt niemals möglich geworden. Die Pferde hätten einfach die Möglichkeiten dazu nicht gefunden.

Mehr zur Geschichte des Springreitens und des leichten Sitz:

http://www.britannica.com/EBchecked/topic/94217/Federico-Caprilli

http://tovero.de/lexikon/l/Leichter%20Sitz/

http://schulpferde.blogspot.com/2008/11/neuerungen-2009.html

http://www.reiterfolg.de/leichter-sitz-und-so-geht%e2%80%99s/