Okt 14

Viele trifft es früher oder später- die Lust, an einem Reitturnier teilzunehmen. Turniere haben eine ganz eigene Faszination, und wer einmal Turnierluft geschnuppert hat, der ist meist schon infiziert. Neben dem sportlichen Wettkampf sollten natürlich Fairness und Spaß im Vordergrund stehen. Doch wie fängt man an?
Schließlich kann man nicht einfach zu einem nahe gelegenen Turnier fahren und sofort teilnehmen, es bedarf einiger Vorarbeit.

Worauf man bei sich und seinem Pferd achten soll, haben wir hier bereits beschrieben: Optimale Vorbereitung auf das erste Reitturnier

Doch es gilt auch einige technische und formelle Voraussetzungen zu erfüllen. Zunächst muss man sich zu dem Turnier auch anmelden, sobald man eine passende Prüfung gefunden hat. In der Fachsprache wird dies Nennung genannt. Eine Nennung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen.

Eine Möglichkeit ist zunächst die althergebrachte Papiernennung. Hierbei ist zunächst die Prüfungsart ausschlaggebend. Für eine kleine Prüfung reicht ein Nennungsformular, das man beim jeweiligen Landesverband bekommen kann, oftmals kann man sie einfach downloaden und ausdrucken. Neben Angaben zu Reiter und Pferd müssen natürlich die Prüfung benannt und eine Startgebühr bezahlt werden.

Möchte man an höheren Prüfungen teilnehmen, wird das ganze schon etwas komplexer. Zunächst muss das Pferd als Turnierpferd registriert werden, dies läuft über die Deutsche Reiterliche Vereinigung. Auch dazu gibt es Formulare, die man auf der Homepage herunterladen kann und ausgefüllt zusenden muss. Danach werden gegen eine Gebühr Pferdeaufkleber zugesandt und es kann losgehen.

Aber nicht nur das Pferd, auch der Reiter muss erst registriert werden. Hier reicht jedoch nicht, einfach ein Formular zu nehmen, man muss sich sozusagen qualifizieren. Um einen Reiterausweis zu erhalten, muss man zunächst ein Reitabzeichen ablegen. Mit welchem Abzeichen man an welcher Klasse teilnehmen kann, regelt die Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO). Weitere Informationen zu den einzelnen Klassen wird es in einem der folgenden Beiträge hier geben.

Nun muss man nur noch die entsprechenden Pferdeaufkleber auf den Reiterscheck aufkleben, die Prüfung eintragen und das ganze fristgerecht abschicken. Alle Angaben zu Reiter und Pferd sind schon registriert oder vermerkt, sodass nach der Vorarbeit die Nennung sehr zügig geht.

Wer jedoch keine Lust oder Zeit hat, zur Post zu laufen, kann seit einiger Zeit auch online eine Nennung erstellen. Nach einer Registrierung bei Nennung online kann man ganz bequem ein Turnier suchen, online ein Pferd aus seiner Liste anklicken und die entsprechende Prüfung auswählen. Nach bequemer Abbuchung vom Konto kommt eine Email zur Bestätigung und schon ist man zum Wunschturnier gemeldet.

Egal ob man sich für die herkömmliche Postnennung oder die moderne Online-Nennung entscheidet: Nach ein bisschen Verwaltungsaufwand kann es schnell losgehen und dem Start der Turnierkarriere steht nichts mehr im Weg!

Okt 14

Die meisten Turniereinsteiger bekommen wahre Nervenzusammenbrüche vor ihrem ersten Start auf einem Turnier, womöglich auch weil es an einer erfahrenen Person mangelt, die ihnen ein bisschen Sicherheit gibt.
Was muss alles mit, was ist vor Ort zu tun, wie sind die Abläufe, wie die Zeitfenster, damit alles stressfrei abläuft? Immer wieder erlebt man auf Turnieren im Reitsport – gerade in den Einsteiger-Klassen, wie Reiterwettbewerbe und Dressur- und Springprüfungen der Klasse E – überforderte Reiter und Eltern, die stress- und unsicherheitsbedingt auf gut deutsch „die Krise“ bekommen. Das muss gar nicht sein, wenn man im Vorfeld weiß, was zu tun ist und was einen grundsätzlich erwartet. Die eigene Organisation im Vorfeld ist schon der halbe Start, auf dem doch der Hauptteil der Konzentration liegen sollte. Im Vordergrund sollte doch immer der Spaß mit dem Pferd stehen, oder?! :o)

Und ein paar Turnierstarts später werden dann auch die Einsteiger von Stress sprechen, der sich lohnt.

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Okt 13

Was bedeutet eigentlich eine rote Schleife im Schweif eines Pferdes? Das fragen sich viele Reiter, die Woche für Woche auf die Turniere pilgern und dort ihren Idolen zuschauen. Ab und zu sieht man bei den Profis auf den Abreiteplätzen dieser Welt dieses kleine Merkmal am Schweif. Es ist ein einfaches rotes Band, wie eine dünne Geschenkschleife, die an einigen Haaren ganz oben am Schweif angebracht wird.

Und nun zur Bedeutung:

Dieses Bändchen ist eine Art “Abstandshalter”, der den anderen Reitern signalisiert: “Aufpassen und nicht zu nah ranreiten! Dieses Pferd schlägt aus!”

Taucht eine rote Schleife auf, sollte man vorsichtig sein und auf keinen Fall hinter dem Pferd gehen, solange man es nicht kennt. Dabei sind diese Pferde auf keinen Fall irgendwie “böse”, wie manch unerfahrener Zaungast” vermutet.

Meistens keilen sie aus purem Übermut und Lebensfreude aus. Oder es passiert, weil sie unsicher und nervös sind. Oder weil sie  keine anderen Pferde nahe bei sich dulden. Das kann vor allem bei Stuten der Fall sein, die in dieser Hinsicht mehr “Zicken” machen.

Meredith Michaels-Beerbaums “Checkmate” ist der vermutlich berühmteste “Schleifenträger” der internationalen Springparcours. Dieses Pferd ist zum Beispiel steht es irgendwo herum sehr lieb und schlägt nicht aus, aber wenn er einen tollen Sprung auf dem Abreiteplatz hinlegt und sich selbst freut, wird oft gebuckelt und ausgekeilt. Dann sollte lieber niemand zu dicht dran sein.

So geht es vielen Reitern mit ihren Pferden. Deshalb ist die rote Schleife eine gute und einfache Möglichkeit den anderen zu bedeuten, dass sie ein bisschen aufpassen sollten. Doch der Mythos vom “bösen Pferd” stimmt wirklich in fast keinem Fall.

Die Rote Schleife entbindet einen Reiter allerdings nicht von der Sorgfaltspflicht. Sie dient als Warnung, kann aber nicht als Rechtfertigung genutzt werden, wenn das Pferd auskeilt und einen Menschen hinter sich verletzt. Dann hätte der Reiter auch persönlich rechtzeitig warnen müssen.

Auch Gerichte haben sich bereits mit der Roten Schleife beschäftigen müssen: Beim gemeinsamen Ausritt ist ein Pferd, das zum Auskeilen neigt, mit einer roten Schleife am Schweif zu kennzeichnen

Jul 29

Viele Reiterinnen und Reiter nehmen an Reitturnieren und ähnlichen Veranstaltungen teil. Dabei muss es nicht immer der ganz große Sport sein, oft zählt einfach der olympische Gedanke “Dabeisein ist alles”. Aber mal ehrlich: Wenn man dann doch eine der begehrten Schleifen ergattert, ist man natürlich ganz besonders stolz und das Reitturnier wird zum besonderen Erlebnis.

Auf diesem Blog soll es in erster Linie darum gehen, wie man sich auf ein Reitturnier vorbereitet, wie man den Pferdetransport bewerkstelligt, was vor Ort auf dem Reitplatz oder in der Reithalle zu beachten ist und viele Dinge mehr aus der Welt des Reitsports.

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