Weidegang für Sportpferde Teil 1 Das Bronzene Reitabzeichen
Mai 09
Das erste Reitabzeichen, dass ein Reitschüler nach dem Kleinen oder Großen Hufeisen ablegt, ist das Kleine Reitabzeichen.

Es ist unbedingt notwendig, wenn der Reitschüler auch auf Turnieren starten möchte. Denn ohne Reitabzeichen erhält er automatisch die Einstufung 0. Das heißt natürlich nicht dass er eine Null im Reiten ist, aber für den Turniersport braucht es eben Leistungsnachweise.

Ein Reiter ohne jeden Leistungsnachweis darf in Führzügelklassen, Reiter-, Dressurreiter- und Springreiterwettbewerben teilnehmen. Diese Klassen müssen explizit in der Nennung so vermerkt sein.

Dazu kommen E-Springen und E-Dressuren.

Das Kleine Reitabzeichen darf von jedem Reitverein oder einem Ausbildungsstall durchgeführt werden, der dafür die Genehmigung der Landeskommission oder des Landesverbandes hat. So ist es auch mit allen anderen Reitabzeichen der Fall.

Jeder Reiter darf für das Kleine Reitabzeichen zwei Pferde nennen, eines für die Dressur, eines fürs Springen. Das ist oft nötig, da auch Reitschulpferde häufig ausgesprochene Begabung für eine Disziplin haben.

Ein Pferd darf beim Kleinen Hufeisen übrigens von maximal zwei Reitern geritten werden.

Mit dem Kleinen Reitabzeichen springt der Reitschüler innerhalb weniger Stunden von der Leistungsklasse 0 in die Leistungsklasse 6. So schnell kann es gehen…

Mit dem im Behördendeutsch DRA IV genannten Abzeichen darf der Reitschüler dann ab sofort in Springen und Dressur der Klasse A starten. Ein gewaltiger Schritt nach vorne in der Turnierkarriere.

Für die erfolgreiche Absolvierung des Kleinen Reitabzeichens muss der Reiter jede Teilprüfung mit mindestens 5,0 als Wertnote bestehen.

Teil eins vom Abzeichen ist die Dressur. Hier reitet man eine Aufgabe der Kategorie E. Der Richter sagt die einzelnen Lektionen an, der Reiter reitet diese alleine oder (meistens) in der Gruppe nach.

Viele Reiter absolvieren diese Dressur mit Hilfszügeln, da sie mit Ausnahme von Schlaufen erlaubt sind. Also ist ein Martingal oder Stoßzügel keinerlei Problem. Über diese Regelung wird war immer wieder gestritten, für viele Reitschüler ist es allerdings ein großer Vorteil, um das Pferd trotz Nervosität beiderseits am Zügel zu halten.

Teil zwei beim kleinen Reitabzeichen ist ein Stilspringen der Klasse E, bei dem der Richter vor allem die Einwirkung und den Sitz des Reiters bewertet.

Abwürfe dürfen gemacht werden, es zählt allein die gute Reitweise.

Der zweite Sturz und die dritte Verweigerung führen zum Ausschluss.

Teil drei ist die Theorie. Diese ist fast identisch der des Basispass Pferdekunde, allerdings mit zusätzlichen Fragen zum Reiten in der Klasse E und dem sicheren Reiten im Gelände.

Einen Geländeteil kann der Reitschüler für das Kleine Reitabzeichen übrigens noch zusätzlich wählen.

Dafür gibt es dann das “Kleine Reitabzeichen mit Sonderauszeichnung”. Viele nutzen dieses Angebot, um ihre Geländesicherheit unter Beweis zu stellen.

Wenn eine Teilprüfung nicht bestanden wird, müssen alle drei wiederholt werden. Dies geht frühestens nach drei Monaten wieder.

Mehr zum Kleinen Reitabzeichen und Reitabzeichen allgemein:

http://www.rsv-gerolstein.de/?p=170

http://schweinchenparadies.forumieren.de/stallgasse-f58/reitabzeichen-t2244.htm

http://www.last-samuraj.de/html/reitab_1.HTM

http://www.reitschueler.de/der-basispass-pferdekunde-grundlage-des-reiterlebens/

http://www.reitschueler.de/das-kleine-und-grose-hufeisen-abzeichen-fur-reitanfanger/

http://www.reitr.de/sicher-ausreiten/

 

Eine Antwort zu “Das Kleine Reitabzeichen - Einstieg in den Turniersport”

  1. Das Bronzene Reitabzeichen sagt:

    [...] Das Kleine Reitabzeichen - Einstieg in den Turniersport Mai [...]

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