An was denkt man beim Begriff Dressurreiter? An die großen Namen natürlich wie Isabell Werth oder Nadine Capellmann… aber auch an das traditionelle Aussehen der Dressurreiter mit ihrem so spezifischen Frack. Dieses Kleidungsstück gehört ebenso zum Bild vom Dressurreiter hinzu wie der Zylinder.
Sie stehen dafür dass das Dressurreiten ein Traditionssport ist, ein Sport, der darauf beruht, wie die alten Rittmeister vor Jahrhunderten schon aussahen. Hier hat das Outfit der Dressurreiter seinen Ursprung. In den militärischen Gardeuniformen, die einst an den großen Königshöfen Europas getragen wurden.
Der Zylinder ist allerdings erst in den höheren Klassen erlaubt. Untere Leistungsklassen bis L haben Kappenpflicht, was auch sehr sinnvoll ist. Außerdem ist auch bei Bundeschampionaten der jungen Pferde die Reitkappe vorgeschrieben.
Für die höheren Leistungsklassen bevorzugen die Reiter dann eine Melone oder eben den Zylinder.
In den unteren Leistungsklassen wird auch kein Frack getragen. Ein normales dunkles Reitjackett ist stattdessen vorgeschrieben. Ebenso eine weiße Bluse und weiße Reithose sowie hohe Reitstiefel.
Für die ersten Prüfungen reicht es also, sowohl für Materialprüfungen als auch Dressur und Springen eine Grundausstattung zu besorgen.
Das ist auch gut so, denn viele Kinder und Erwachsene entscheiden sich erst nach ein wenig “Schnuppern” dafür, welchen Sport sie denn nun am liebsten auf Wettkampfniveau betreiben möchten. Fürs Reitabzeichen braucht man ohnehin sowohl Springen als auch Dressur.
Doch nun zum Outfit für den fortgeschrittenen Dressurreiter. Dieses beginnt mit Reitstiefeln, die zum Wettkampf immer glänzen müssen. Auch sollten sie nicht schon etwas knittrig oder alt sein. Was bei Springreitern nämlich manchmal einfach ein besseres Gefühl im Sattel gibt, das ist in der Dressur gegen den Kodex. Hier zählt perfektes Aussehen.
Das gilt natürlich auch für die weißen Hosen, die anliegen und nicht zu viele Falten werfen sollen.
Übrigens sind auch Sporen für die höheren Klassen in der Dressur vorgeschrieben. Diese dienen ja nicht irgendeiner Bestrafung, sondern sind wichtig, um dem Pferd die richtigen Signale zu geben. Die Lektionen in den höchsten Klassen in dieser Präzision auch ohne Sporen nicht wirklich möglich.
Außerdem trägt der Dressurreiter ein weißes Hemd oder eine weiße Bluse, die mit einer Krawatte oder dem typischen Plastron geschmückt sind. Das Plastron, welches Frauen tragen, ist ein kunstvoll gestecktes, weißes Tuch. Sowohl Krawatte als auch Plastron werden mit einer Nadel festgesteckt. Es gibt dabei Motive von Pferden bis zu Gerten und Hufeisen.
Auch die weißen Handschuhe sind vorgeschrieben. Sie können aus Leder oder (Baum)-Wolle sein, müssen aber die Farbe Weiß haben.
Für den Frack gilt, dass er schwarz oder dunkelblau sein muss. Er ist mit einer doppelten Knopfleiste geschmückt und hat in den beiden Schößen etwas Blei eingearbeitet, damit sie nicht so hoch fliegen.
Die meisten Reiter tragen am Frack auch ihr Reitabzeichen und was sie sonst noch an Auszeichnungen erhielten.
Dazu kommt noch der Zylinder in Schwarz - und fertig ist der Dressurreiter könnte man sagen.
Auf jeden Fall ist diese Bekleidung für denjenigen nötig, der sich im großen Sport beweisen möchte.
Wetere Blogs zum Thema:
http://www.p-wie-pferd.de/2007/11/23/ausrustung-des-reiters/
http://www.p-wie-pferd.de/2007/08/17/lederreitstiefel-tipps-zum-kauf-von-reitstiefeln/
http://www.p-wie-pferd.de/2007/06/05/checkliste-furs-turnier-an-was-muss-ich-alles-denken/
