Springen - Wendungen im Parcours besser reiten Das Kleine Reitabzeichen - Einstieg in den Turniersport
Mai 03

DECKHENGST UND EHEMALIGER SPITZENSPORTLER JUST DO IT AUF DER WEIDE

Es gibt, um ein Pferd, seinen Körper und seinen Geist gesund zu erhalten, nichts besseres als täglichen Weidegang. Eine Zeit, die das Pferd für sich hat, um das zu tun, was die Tiere seit Jahrtausenden tun. Zusammen laufen, sich wälzen, toben und in Gemeinschaft zusammen zu sein.

Leider wird für viele Sportpferde dieser Weidegang immer wieder gestrichen. Das Verletzungsrisiko auf der Weide sei viel zu groß. Doch das stimmt nicht.

Vielmehr kann das tägliche Training bei weitem nicht so viel zum Aufbau von Muskeln und Knochen tun wie der Weidegang. Nur durch Training bekommt man sein Pferd nicht fit - denn Pferde bewegen sich natürlicherweise 15 bis 18 Stunden in entspanntem Schritt. Das wird zwar für die meisten in der Box gehaltenen Hauspferde ohnehin nicht möglich sein. Doch immerhin ein paar Stunden Bewegung sind besser als nichts.

Außerdem kann kein Reiter im Parcours oder Dressurviereck etwas mit einem Pferd anfangen, dass in seinem Innenleben nicht ausgeglichen ist - und das gelingt am besten durch entspannenden Weidegang.

“Meine Pferde kommen auf die Weide. Sie sind dann einfach ausgeglichener und glücklicher”, betont auch Weltcup-Siegerin Meredith Michaels-Beerbaum. Und erst jüngst auch, dass Superstar und Spitzenpferd Shutterfly sich am Wohlsten fühlt, wenn er auf der Weide “Urlaub” machen darf.

Das Pferd - auch das Sportpferd - ist ein Herden- und Fluchttier, das Bewegung braucht. Viele Sportreiter denken, dass ein Pferd auf der Weide stark zunehmen wird und damit nicht mehr athletisch genug ist. Doch so fett sind nur wenige Weiden. Beim Auslauf auf einer genügend großen Weide wird kein Pferd zu dick.

Zum Thema Verletzungen ist folgendes zu sagen: Natürlich kann sich ein Pferd auf der Weide verletzen, aber das kann beim Training und im Parcours oder Viereck ebenso passieren.

Wirksamer Schutz sind Bandagen, bzw. Gamaschen, die auch beim Weidegang angelegt werden. So verfahren viele Profisportler - und gönnen ihren Vierbeinern den Weidegang.

Wenn vor einem Turnier gemeinsamer Weidegang für die Pferde zu unsicher wäre (denn unter Pferden entstehen nun mal auch kleine Reibereien und daraus resultierende Verletzungen), dann sollte man seinem Sportpartner zumindest den Paddock- oder Weidegang mit einem oder mehreren Pferden auf der angrenzenden Weide gönnen. Auch so können Sozialkontakte gepflegt werden.

Was aber immer unheimlich wichtig ist, wenn zwei Pferde neu zusammen auf die Weide kommen - vor allem “weideunerfahrene” Sportpferde - das ist, eine langsame Gewöhnung aneinander.

Zunächst in angrenzenden Boxen, dann in angrenzenden Paddocks und Weiden und schließlich - wenn beide sich verstehen, auf einer gemeinsamen Weide.

Warum der Weidegang aus gesundheitlichen Aspekten so gesund ist, darauf gehe ich im nächsten Blog noch genauer ein.

In folgenden Blogs gibt es mehr zum Thema Weidgang:

http://kostenlosebilder.wordpress.com/2008/05/08/pferde/

http://pferdemagazin.blogspot.com/2008/05/umfangreiche-datenbank-der-fr-pferde.html

http://www.wege-zum-pferd.de/praxisblog/2009/04/14/ein-neues-pferd-kommt-in-die-herde/

http://www.stallgespraech.de/die-richtige-pferdeweide/

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